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Looking for the content of the surface with the help of three editorial posters.
Names and Naming
Ich habe mich, wenn man so will, mit den subkutanen Bedeutungsebenen von Wörtern befasst. Neben der für den Rezipienten wohl wichtigsten bzw. augenscheinlichsten Ebene, der primären Bedeutungsassoziation (also Megaperls = Waschmittel in Kügelchenform), birgt jeder Begriff durch seinen Klang (Angenehm? Unangenehm? Und warum? Durch phonetische Ähnlichkeit eventuell Assoziation mit anderem Begriff? etc.) , sein Erscheinungsbild (Kann man zum Beispiel einen Begriff durch die visuelle Präsentation auf-/abwerten? Können Buchstaben als Symbole fungieren? Wie?) und seine Herkunft (Begriffs-'Evolution', Namenerfindung/Markenkreation etc.) eine zusätzliche Information. Diese drei Felder - Phonetik, Typografie und Etymologie- habe ich in je einem Plakat behandelt. Die Bestandteile eines jeden Plakates sind ein Artikelteil, der in das Thema einführt, ein Interview mit für das jeweilige Thema interessanten Leuten (Ein professioneller Markennamenschöpfer, eine Mitarbeiterin des Instituts für deutsche Sprache sowie ein Typograf), ein kluger Ausspruch/Zitat, der auf das Thema anwendbar ist, ein zentrales Bildelement (das mit der Anfangsfrage verknüpft ist) sowie einige Anwendungsbeispiele. Jedes Plakat ist in Variationen einer der drei Grundfarben gehalten, hinter denen neben der optischen Wirkung ferner die (metaphorische) Idee eines Mischkomponentensystems steht. Die Plakate werden auf Transparentpapier gedruckt und sind auf ein neuntel der Gesamtgröße falt- sowie in einer dafür angefertigten Box lagerbar - so liegen sie unaufgehängt nicht blöde in der Gegend herum, sondern man kann sie bequem ins Bücherregal stellen.