Stages
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Final exam
Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts spielt sich unser Leben in zuhehmenden Maße in der virtuellen Realität ab. Seit der Erfindung der Kommunikationsmedien Telefon, Radio, Fernsehen, und der Entwicklung des Internets verlagern sich menschliche Aktivitäten vom realen Raum in den virtuellen Raum. Die Beobachtung dieses Phänomens führt unausweichlich zu der Frage, wie und ob man reale Räume und virtuelle Räume defienieren kann und wo die Grenze zwischen diesen Räumen liegt. Im Arbeitsprozeß stellte sich heraus, daß ein Vergleich zwischen realem und virtuellem Raum zunächst einer frundlegenden Raumdefinition bedarf. Wenn wir vom Raum sprechen, denken wir an einen gebauten Raum, ein Objekt dem wir als Subjekt gegenüberstehen. Wir sprechen vom Raum als wäre er ein Gegenstandm des sich vor uns befindet. Diese Definition, die aber nur geometrischen Raum beschreibt gilt es zu hinterfragen, denn sie ist unvollständig. Welche Alternativen ergeben sich, wenn Raum nicht als Gegenstand betrachtet, sondern zum Medium unseres Lebens wird? Weitere Fragen resultieren aus diesem Gedankenspiel: Ist Raum schon immer vorhanden? Wie wird er gebildet, wahrgenommen und welche Strukturen weist er auf? Wie orientiert man sich im Raum? In einer Untersuchung von vier exemplarischen Räumen: Dem mathematischen Raum, dem gelebten Raum, dem architektonischen Raum und dem Virtuellen Raum, gibt meine Arbeit mögliche Antworten. Eine allumfassende Definition von Raum ist unmöglich, da er so vielschichtig ist wie unsere Wirklichkeit.